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Arbeitslosenversicherung

Die Arbeitslosenversicherung ist Teil der gesetzlich vorgeschriebenen Sozialversicherungen. Sie bietet einen Versicherungsschutz für erwerbslose Menschen, damit diese während ihrer Arbeitssuche ein gesichertes Einkommen haben. Wenn Sie vor der Arbeitslosigkeit in Deutschland gearbeitet haben und in den letzten drei Jahren 360 Kalendertage versicherungspflichtig beschäftigt waren und der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen, haben Sie in der Regel einen Anspruch auf deutsches Arbeitslosengeld. Beschäftigungszeiten aus den EU-Mitgliedstaaten/EWR-Staaten sowie der Schweiz können dabei auch berücksichtigt werden. Die Arbeitslosenversicherung wird direkt vom Gehalt abgeführt. Der Arbeitnehmer muss sich nicht darum kümmern. In der Regel übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte der Beiträge, der Arbeitnehmer die andere Hälfte. Der Arbeitgeber meldet seinen Arbeitnehmer bei der jeweiligen Krankenkasse, die dann die Meldung bei allen anderen Trägern der Sozialversicherung automatisch übernimmt. Stipendiaten sind normalerweise von der Sozialversicherungspflicht ausgenommen. Inwieweit die Beitragszeiten von Deutschland von der Arbeitslosenversicherung in anderen Ländern anerkannt werden, müssen Sie im jeweiligen Land in Erfahrung bringen. Falls Sie in ein Land zurückkehren, welches kein Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland hat, ist es nicht möglich, dort deutsches Arbeitslosengeld zu beziehen. Die Beiträge werden in diesem Fall auch nicht zurückerstattet. Träger der Arbeitslosenversicherung ist die Bundesagentur für Arbeit mit ihren örtlichen Agenturen für Arbeit.

Quelle: EURAXESS