zum Inhalt springen

Arbeitsmöglichkeiten für Partner

Aufenthalt von Ehepartnern und Kindern

Ehepartnern von ausländischen Wissenschaftlern/innen und Studierenden kann der Aufenthalt im Bundesgebiet aufgrund des Grundsatzes zur Herstellung und Wahrung der familiären Lebensgemeinschaft bewilligt werden (§ 29 AuslG; Art.6 GG). Nicht EU-Bürger müssen den Nachweis erbringen, dass ausreichend Wohnraum (mind. 12 qm pro Person) und die Finanzierung der gesamten Familie gesichert sind. Dieses richtet sich im Besonderen nach den Sozialhilferichtsätzen. Die Miete und ggf. Kindergeldansprüche werden bei der Berechnung mitberücksichtigt. Die Visumsbestimmungen der einzelnen Staaten gelten auch für die Familienangehörigen. Bitte beantragen Sie die Visa für Ihre Familienmitglieder fühzeitig! Während Ihre Anträge zügig bearbeitet werden, kann es bei den Anträgen für Ihre Familienangehörigen zu erheblichen Verzögerungen kommen.

Arbeitsrechtliche Regelungen

Ausländer, die in Deutschland arbeiten möchten, benötigen im Allgemeinen einen Aufenthaltstitel, der die Ausübung einer Erwerbstätigkeit erlaubt.Dieser wird bei der Ausländerbehörde des Zielortes beantragt, gegebenenfalls in Zusammenhang mit dem Visumsverfahren. In vielen Fällen muss die Ausländerbehörde intern die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit einholen; dies gilt jedoch nicht für wissenschaftliches Personal von Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Gastwissenschaftler und technische Mitarbeiter im Forschungsteam eines Gastwissenschaftlers. In diesen Fällen ist die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit nicht erforderlich. Die Ausländerbehörde kann die Genehmigung zur Ausübung der wissenschaftlichen Beschäftigung direkt erteilen und in die Aufenthaltserlaubnis eintragen. 

Wissenschaftliche Tätigkeit im Rahmen eines Kurzaufenthaltes Tätigkeiten von wissenschaftlichem Personal und Gastwissenschaftlern an Hochschulen, die bis zu höchstens drei Monaten innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten ausgeübt werden, gelten nicht als Beschäftigung im Sinne des Aufenthaltsgesetzes. Das bedeutet, dass in diesen Fällen in der Regel keine Genehmigung der Beschäftigung durch die Ausländerbehörde notwendig ist. 

Für Ehepartner, die selbst keine Wissenschaftler sind und in Deutschland arbeiten wollen, ist in der Regel die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit notwendig. Sie müssen beim Ausländeramt eine Aufenthaltserlaubnis beantragen, die ihnen die Erwerbstätigkeit erlaubt, und hierzu ein konkretes Arbeitsangebot vorlegen. Das Ausländeramt leitet den Antrag intern an die Arbeitsagentur weiter, die prüft, ob Deutsche oder EU-Staatsbürger vorrangig beschäftigt werden müssen. Diese Prüfung kann einige Wochen oder sogar mehrere Monate dauern. In bestimmten Fällen können Ehepartner von Wissenschaftlern ebenfalls ohne Zustimmung der Arbeitsagentur eine Aufenthaltserlaubnis bekommen, die ihnen die Beschäftigung erlaubt. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Wissenschaftler eine Niederlassungserlaubnis nach § 9 oder 19 oder ein Forschervisum nach § 20 haben. 

Stellenangebote

Stellenangebote finden Sie zum Beispiel in den Wochenendausgaben von Zeitungen, in Internetportalen, über Anzeigen an schwarzen Brettern oder über die Arbeitsagenturen der Bundesagentur für Arbeit. Jobangebote und hilfreiche Informationen für alle, die vom Recht auf Freizügigkeit Gebrauch machen möchten, bietet EURES – The European Job Mobility Portal. Die EURES-Berater arbeiten in Deutschland in den Jobcentern der Arbeitsagenturen.